torsdag, juni 23, 2011

Tor und Tyr kommen bei Hymer an

Nordische Mythologie Teil 33 - Hymers Zorn entlädt sich

Während Tor und Tyr bereits den Elivågor durchschritten, kam Loke bei Egil an, wo er, wie alle Bewohner Asgårds, gastfreundlich empfangen wurde. Zum Abendessen wurde einer der Böcke Tors geschlachtet, was im Grunde kein Problem war, so lange man die Beine des Tieres unbeschädigt auf dem Fell zurück ließ. In diesem Fall schwingt Tor nur seinen Hammer Mjölner über den Resten des Bockes, der dann wieder unbeschädigt aufsteht.

Nach dem Mahl unterhielt sich Loke noch mit seinem Pflegesohn Tjalve und verleitete diesen mit seinem Messer die Oberschenkel des Bockes anzuschneiden um an des begehrte und wohlschmeckende Knochenmark zu gelangen. Nach dieser Tat brach Loke unmittelbar wieder auf, da er weder Tor noch Tyr bei ihrer Rückkehr treffen wollte.

In dieser Zeit durchquerten Tor und Tyr bereits Jotunland mit seinen steilen Bergen, den tiefen Schluchten und unendlichen Höhlen in denen viele Verwandte Hymers wohnten.

Als die beiden Götter schließlich an der Burg Hymers angelangten, war Hymer nicht zu Hause und sie wurden von Tyrs Pflegemutter in Empfang genommen. Der Saal, in dem sie empfangen wurden, war immens und die Decke wurde von riesigen Steinpfeilern getragen. Hoch oben an einem der Pfeiler hingen acht Kessel. Einer der Kessel war genau der, den sie suchten.

Als die drei am Abend hörten, dass Hymer sich der Burg näherte, riet ihnen die Pflegemutter Tyrs sich hinter einem Pfeiler zu verstecken, da Hymer nicht sehr gerne Gäste bei sich sah. Die beiden Götter versteckten sich daraufhin hinter dem Pfeiler an dem die Kessel aufgehängt waren.

Als Hymer dann im Saal ankam, so fielen zahlreiche Eiszapfeln von seiner Kleidung ab und sein langer Bart war zu einem einzigen Eisblock gefroren. Seine Frau hieß ihn von der Jagd willkommen und erzählte ihm, dass ihr Pflegesohn Tyr zu Besuch gekommen sei, was Hymer mit Wohlwollen aufnahm. Als seine Frau jedoch hinzufügte, dass ihn Tor, der Freund der Menschen, begleitete, nahm sein Sturmauge eine bedrohliche Form an. Da seine Frau wusste, was folgen würde, erzählte sie Hymer, dass sich die beiden hoch oben im Pfeiler, an dem die Kessel aufbewahrt wurden, versteckt hatten.

Hymer blickte unmittelbar in die Höhe und die Kraft seines Sturmauges entlud sich mit solcher Wucht, dass der obere Teil des Pfeilers in tausend Einzelteile zersprang und alle acht Kessel zu Boden fielen. Durch den Sturz gingen alle Kessel zu Bruch, außer einem, nämlich dem größten, der aus einem besonders widerstandsfähigen Material hergestellt war. Da nach der Entladung des Auges Hymer ungefährlich war, traten nun die beiden Götter aus ihrem Versteck hervor und grüßten den Riesen.
Copyright: Herbert Kårlin
 

Inga kommentarer:

Skicka en kommentar